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Die Menschen

 

Unsere Gross- und Urgrosseltern haben in Nittel an der Mosel oder in Rüdesheim am Rhein und Strassbourg Weinbau und Weinhandel betrieben. Die Arbeit mit der Hand und dem Pferd im Weinberg sind uns dabei genauso vertraut geworden, wie die Saft-, Wein- und die Sektbereitung. Unser Interesse gilt der Entdeckung von dem was als Praxis verstanden wird. Da wir jedes Jahr eine neue Chance bekommen Trauben zu erzeugen und Wein zu bereiten, sind wir offen für die Herausforderungen durch Klima und Jahrgang. Dabei stellen wir unsere Erfahrungen in Frage, beobachten, experimentieren und lernen um zu handeln. Ohne die Menschen die unsere Leidenschaft teilen, würde diese Reise durch die Oenologie nicht stattfinden - dafür sind wir dankbar.  

 

 

Der Ort

 

Am Rheinknie, wo sich Mäuseturm und Burg Ehrenfels gegenüber stehen, pflegen wir

150 m über dem Strom unseren Weinberg mit 1750 Reben auf 5000 m2. Die Terrassen werden von 500 m Trockensteinmauern am Fels gehalten. Der kesselförmige, skelettreiche Weinberg ist nach Süd-Süd-West geneigt.

 

 

Der Weinbau

 

Der Anbau von Reben ist ein Eingriff in die Natur. Da wir Riesling Wein und Sekt erzeugen wollen, der uns und unseren Freunden schmeckt, greifen wir so stark in die Kultur der Reben ein, wie es unbedingt notwendig ist. Die Reben stammen aus einem Selektionsprogramm alter Rieslingklone vom Rhein und von der Mosel des Instituts für Rebenzüchtung und Rebenveredlung der Forschungsanstalt Geisenheim. Das genetische Material stammt aus Rebanlagen die Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts teilweise wurzelecht an den Steilhängen der beiden Flüsse gepflanzt wurden.

 

Die im Rüdesheimerberg oberhalb des Stromkilometers 531 beheimatete Flora und Fauna nutzen wir um unser Ziel zu erreichen. Vögel, Insekten und andere natürliche Feinde der im Weinbau vorkommende Schaderreger in Verbindung mit entsprechenden Kulturmassnahmen zur Laubwandpflege, dem Pflanzenschutz und der Bodenbearbeitung, stellen die Entwicklung der Trauben für unseren Riesling sicher.

Nach unserem Verständnis des Weinanbaus und der Weinbereitung begleiten wir die biologischen Prozesse durch önologische Massnahmen. Die Komposition der Inhaltsstoffe im unserem Wein und Sekt ergibt sich jedes Jahr neu.

Reife Trauben entstehen neben der Erreichung einer bestimmten Konzentration an Trauben- und Fruchtzucker, durch die jahrgangsspezifische Komposition sekundärer Pflanzeninhaltsstoffe. Wenn diese Reife erreicht ist - meistens Mitte Oktober - ernten wir.

 

 

Die Weinbereitung

 

Ein von der Natur zum optimalen Reifezeitpunkt komplex zusammen gesetztes Traubengut, extrahieren wir nach einer Maischestandzeit über mehrere Stunden auf der pneumatischen Presse intensiv. Die Mostvorklärung erfolgt durch statische Sedimentation ohne Zusätze.

Die Gärung starten wir - wenn das Erntematerial gesund ist - spontan mit der im Most vorhandenen Hefeflora. Der Abzug von der Grobhefe nach der alkoholischen Gärung erfolgt nicht vor dem Jahreswechsel. Dabei kommen zur Stabilisierung Schwefeldioxid und Tonmineralen zum Einsatz. Nach einem weiteren Ausbau auf der Feinhefe klären wir mittels Kasein und Hausenblase. Danach filtrieren wir den Wein bevor er in Flaschen abgefüllt wird. Ein Teil des Weines versekten wir mittels klassischer Flaschengärung. Zur Ausprägung einer ausgewogenen Aromatik lagern wir den Sekt mindestens 12 oder 24 Monate auf der Hefe.